Wie man ein Theaterstück aufführt
Schon die Konsistenz des Stückes ist für das gute Gelingen ausschlaggebend. Deshalb wähle man am Besten einen Kulturbeutel als Gefäß, um ein lockeres und leichtes Aufgehen des Textes zu gewährleisten.
- ca. 8 Monate (von Oktober – Mai)
- 16 Schüler/Studenten
- Große Mengen Shakespeare & Co
- Phantasie, Theaterbegeisterung zu gleichen Teilen
- Freizeit in ausreichender Menge
- Je ein Drittel Improvisation, Organisationstalent und Kreativität
- Alle anderen Zutaten nach persönlichem Geschmack
- Schüler/Studenten gleichmäßig in den Kulturbeutel sieben und gut durchmischen, besonders zu empfehlen ist eine bunte Zusammenstellung aus enthusiastischen Theater-, Natur- und Gesellschaftswissenschaftlern
- unter diese Mischung Theaterbegeisterung und Unmengen an Shakespeare & Co bröckeln und mit Phantasie bestäuben
- den Theaterbeutel gut zuschnüren und an einem gemütlichen Ort gehen lassen, wie z.B. der Betlehemgemeinde in Leipzig
- einmal pro Woche sollte nachgeschaut werden, ob an der Oberfläche schon erste Anzeichen von Umsetzungsideen auftauchen, dann kräftig umrühren!
- nach Erreichen dieses Stadiums (Inkubationszeit ca. 3 Monate) das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Improvisationsfreude ankurbeln, dazu eignet sich die zeitweise Verlagerung des Kulturbeutels ins Grüne, Dauer: mindestens ein Wochenende
- nun die Masse in fünf gleichgroße Stücke teilen und jeweils mit Bastelspaß, Zeichentalent, Nähkünsten, Kompositionseinfällen, Organisationswillen und viel, viel Freizeit würzen
- in dieser Phase sollte die Weiterverarbeitung des Stückes mehrmals in der Woche in unregelmäßigen Abständen überprüft werden
- die Teile anschließend vereinen und vorsichtig formen, um die richtige Konsistenz zu erhalten
- je nach Geschmack ist eine Abwandlung mit Tänzen und Gesang möglich
- Vorsicht!!! das Stück nicht zu heiß backen! Damit man sich vor der Aufführung nicht die Finger verbrennt, ist ein zweites Wochenende im Grünen sehr zu empfehlen. An dieser Stelle lässt sich auch leicht nachvollziehen, ob das Stück schon gar ist
- zum Abschluss das Ganze noch mit etwas Lampenfieber besieben und in gute Laune hüllen und dann dem Publikum auf unterschiedlichen Kleinbühnen oder bei schönem Wetter im Freien präsentieren
macht viel Arbeit, aber gelingt immer gut!!!